7 Gründe für die christliche Schule und 6 Stichworte

Sieben Gründe kann man anführen, um die Vorteile von christlichen Schulen hervorzuheben:

Der Glaube spielt eine Rolle. Foto: Dieter-Schütz_pixelio


1. Besseres Schulklima: Klima der Annahme und Wertschätzung, der Begegnung und des Dialogs

2. Ganzheitlich ausgerichteter Erziehungsansatz: Wissensvermittlung, Persönlichkeitsbildung und Bildung einer kulturellen und religiösen Identität

3. Dienst am Nächsten

4. Erziehungspartnerschaft zwischen Lehrern und Eltern

5. Schule als „lernende Gemeinschaft“ von Schülerinnen und Schülern, Lehrinnen und Lehrern und Eltern.

6. „Keiner geht verloren“ – Lehrkräfte orientieren sich stärker an einem primär diakonischen Verständnis von pädagogischem Handeln; dies bedeutet eine stärkere Hinwendung zum einzelnen Kind oder Jugendlichen

7. Erziehung zu einem Bewusstsein der Verantwortung gegenüber der Schöpfung und der Umwelt

 

Gut zu wissen ist außerdem

 

Ersatzschule

Das Recht zur Gründung von Privatschulen und deren explizite Förderung durch den Staat ist im Deutschen Grundgesetz (Artikel 7 GG) festgeschrieben. Ein Bildungsmonopol des Staates wie im Nationalsozialismus sollte es nicht mehr geben dürfen. Sobald Privatschulen anerkannte Abschlüsse (zum Beispiel Abitur oder Realschulabschluss) vergeben wollen oder durch ihren Besuch die Schulpflicht erfüllt werden soll, handelt es sich um Ersatzschulen, deren Besuch den Besuch einer entsprechenden öffentlichen Schule ersetzt.

Ersatzschulen bedürfen einer eigenen staatlichen Anerkennung oder Genehmigung und sind der staatlichen Aufsicht unterworfen. Solche Privatschulen erhalten – die Höhe variiert je nach Landesrecht - eine staatliche Refinanzierung. Eine Ersatzschule muss in ihren Erziehungs- und Bildungszielen, in ihrer räumlichen und technischen Ausstattung und in der Ausbildung ihrer Lehrer den Standards der öffentlichen Schulen im jeweiligen Bundesland entsprechen. So hat die vielgepriesene Freiheit einer Ersatzschule hinsichtlich ihrer Lerninhalte und Bildungsziele dort ihre Grenzen, wo staatlich anerkannte Abschlüsse erworben werden sollen; sobald dies der Fall ist, unterliegen sie der staatlichen Genehmigungspflicht.  

 

Ergänzungsschule

Ergänzungsschulen sind ebenfalls Schulen in freier Trägerschaft, sind aber keine Ersatzschulen. Schüler, die eine Ergänzungsschule besuchen, erfüllen in der Regel nicht die umfangreichen Anforderungen der Schulpflicht. Ergänzungsschulen können auch neue Bildungsgänge entwickeln und anbieten und finden sich insbesondere im Bereich der beruflichen Bildung.

 

Bekenntnis- oder Konfessionsschule

In dieser Schule werden Schüler nach den Grundsätzen eines religiösen Bekenntnisses unterrichtet. Nur in zwei Bundesländern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, gibt es Bekenntnisschulen, die nicht von privaten Trägern, sondern vom Staat getragen werden. In den übrigen Ländern sind diese Schulen ausschließlich in privater Trägerschaft.

Die meisten Konfessionsschulen sind katholisch; es gibt aber auch viele evangelische und einige andere, z. B. Bekenntnisschulen der Siebenten-Tags-Adventisten. 2011 wurden an Bekenntnisschulen etwa 475.000 Schüler in verschiedenen Schulformen, von Grundschulen über Haupt- und Realschulen bis zu Gymnasien, unterrichtet. Die Schulen stehen unter der Aufsicht der Schulbehörden und vermitteln in der Regel als Ersatzschulen die Inhalte der Bildungspläne der öffentlichen Schulen.

Der wichtigste Träger von evangelischen Bekenntnisschulen sind in Deutschland die Evangelischen Landeskirchen. Innerhalb dieser evangelischen Bekenntnisschulen hat sich eine Strömung evangelikaler Schulen etabliert, die den Begriff „Bekenntnisschule“ – in abgrenzender Bedeutung zu allen anderen konfessionellen Schulen – speziell nur für Einrichtungen ihrer religiösen Prägung beanspruchen.

 

Freiheit der christlichen Privatschulen

  • Hinsichtlich Lerninhalte und Bildungsziele bis hin zu eigenen Lehrplänen. Sie müssen aber vom Staat genehmigt werden, wenn staatlich anerkannte Abschlüsse erworben werden sollen
  •  Hinsichtlich der Auswahl ihrer Lehrkräfte, solange sie den allgemeinen wissenschaftlichen Ausbildungsstandards entsprechen
  • Hinsichtlich der Auswahl ihrer Schüler, solange sich diese nicht an den Besitzverhältnissen ihrer Eltern orientiert
  • Kirchenzugehörigkeit der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte kann, muss aber nicht eingefordert werden

 

Schulgeld

Die Höhe ist abhängig vom Träger und Angebot. Schulen in kirchlicher Trägerschaft gelten gemeinhin als relativ günstig, in einigen liegt der Elternbeitrag deutlich unter 100 Euro pro Monat. Im Gegensatz dazu fordern Privatschulen, die sich komplett selber finanzieren müssen, häufig ein Schulgeld zwischen 300 und 800 Euro im Monat.




Wo finde ich christliche Schulen in meiner Nähe?

 

www.evangelische-schulen-in-deutschland.de/
www.katholische-schulen.de

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