Verführung zum Nein-Sagen

Zu nicken liegt ihnen von Natur aus näher, als den  Kopf zu schütteln? Sie möchten  niemanden vor den Kopf stoßen und helfen gern? Hier sind sechs gute Argumente dafür, öfter mal ablehnend zu reagieren.

Nein sagen kann den Horizont erweitern. Foto: w.r.wagner_pixelio

 

1.    Dem Partner einen Wunsch ausgeschlagen, eine bessere Beziehung gewonnen

„Ja, Schatz, das besorg ich dir nachher.“ – „Natürlich komme ich mit zum Konzert deiner Lieblingsband.“ Wer immer springt, obwohl der Bauch „Oh nein!“ schreit, legt den Grundstein für Überforderung, Gereiztheit, Streit. Wieso nicht öfter dem Liebsten höflich sagen, dass es gerade nicht passt? Oder die Frau mit einer Freundin zum Konzert schicken – und sich stattdessen den Film gönnen, auf die sie wenig Lust hat? Das wertschätzende Nein in der Partnerschaft zeugt von Vertrauen, ermöglicht eine Kommunikation auf Augenhöhe – und beide Partner bleiben füreinander spannend.   

 

2.    Einen Wunsch des Kindes nicht erfüllt, Raum für Kreativität geschaffen

Lisa will zum Jahrmarkt, Ben ins Kino – und Mama und Papa? Haben keine Lust, herumzufahren. Klar sind traurige Kinderaugen schwer zu ertragen, aber ein Nein zum zu aufwändigen Programm ist ein Ja zu Ihrer Entspannung. Spätestens, wenn sie selbst Eltern sind, werden Lisa und Ben das verstehen. Bis dahin können sie Mut und Kreativität trainieren, in dem sie z. B. Freunde anrufen (vielleicht hat ja einer Zeit), basteln oder im Garten spielen.

 

3.    Energievampir weggeschickt, einem echten Freund Zeit geschenkt

Energievampire nennt man Menschen, die sich als Opfer sehen, dauernd jammern, gern Hilfe einfordern, aber niemals welche geben. Wenn Sie mit solchen Menschen zu tun haben, denken Sie an ein großes Stoppschild. Schenken Sie die so gesparte Zeit und Lebensenergie einem echten Freund, der auch mal mit Ihnen lacht und Interesse an Ihnen hat, nicht nur an sich selbst.

4.    Ehrenamt verloren, Zeit für Herzensprojekt gewonnen

Ehrenämter sind wichtig und wunderbar, doch manche Menschen haben sehr viele davon inne. Sie gehören dazu? Es wird Ihnen zu viel? Dann geben Sie einige Ämter ab oder gönnen Sie sich eine fest definierte Ehrenamts-Auszeit. Erstens bekommen so andere die Chance, herauszufinden, wie bereichernd der Einsatz als Elternsprecher, Vereins-Kassier oder Lesepatin ist. Zweitens werden Sie sich erholen. Wenn Sie das nächste Ehrenamt annehmen oder einfach nur spontan jemandem helfen, dann wieder aus vollem Herzen.

 

5.    Berufliches Projekt abgelehnt,  bessere Aufgaben am Horizont entdeckt

Ihre Chefin bitten Sie um einen Einsatz, der Ihnen gar nicht zusagt. Oder Sie sind Freiberufler und ein potenzieller Kunde winkt mit einem schlecht bezahlten, dafür umso eiligeren Auftrag. Was ist das Schlimmste, das passieren kann, wenn Sie ablehnen? Die Chance, dass Sie arbeitslos werden, ist vermutlich gering. Viel wahrscheinlicher: Ein neues, passenderes Projekt taucht am Horizont auf, das Sie nun, da Sie zur richtigen Zeit Nein gesagt haben, auch annehmen können.

 

6.    Perfektionismus ausgeschaltet, Zeit für Gott gewonnen

Das Sonntagsmenü muss perfekt sein, der Garten bewundernswert, die Haus-Deko ein Traum. Und so hetzen wir durch unsere Wochenenden, putzen, ordnen, kochen, backen, pflanzen … und Gott? Was würde er zu all dem Aufwand sagen? Wie würde er speziell jene Arbeiten bewerten, die dazu dienen, andere neidisch zu machen? – Darüber nachzudenken, kann vor Übereifer bewahren und Zeit schenken für stille Andacht, Lobpreis und Dank.









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